WordPress ist das mit Abstand bekannteste Content-Management-System der Welt. Millionen von Webseiten werden damit betrieben – von kleinen Unternehmenswebseiten bis hin zu großen Online-Angeboten.
Diese enorme Verbreitung hat allerdings auch eine Kehrseite: WordPress ist für Angreifer besonders interessant. Und durch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird es gleichzeitig einfacher, Angriffe zu automatisieren, Schwachstellen zu analysieren und Webseiten großflächig auf Sicherheitslücken zu überprüfen.
Das bedeutet nicht, dass WordPress grundsätzlich unsicher ist. Eine aktuelle und professionell betreute WordPress-Installation kann durchaus sicher betrieben werden. Die Frage ist vielmehr: Wie viel Aufwand muss betrieben werden, damit sie dauerhaft sicher bleibt?
Die große Verbreitung von WordPress macht das System für Angreifer besonders attraktiv. Wer eine neue Sicherheitslücke entdeckt, kann potenziell sehr viele Webseiten erreichen, die auf einer ähnlichen technischen Basis laufen.
Hinzu kommt das riesige Ökosystem aus Plugins und Themes. Eine typische WordPress-Webseite besteht nicht nur aus dem WordPress-Kern, sondern häufig aus zahlreichen zusätzlichen Erweiterungen.
Jede dieser Komponenten kann eine potenzielle Angriffsfläche darstellen.
Dabei geht es nicht unbedingt darum, eine bestimmte Webseite gezielt anzugreifen. Viele Angriffe laufen heute automatisiert ab:
Webseiten werden gefunden, technische Versionen erkannt und bekannte Schwachstellen automatisch getestet.
Ist eine Sicherheitslücke vorhanden, kann ein Angriff teilweise vollständig automatisiert erfolgen.
Künstliche Intelligenz macht Cyberangriffe nicht automatisch gefährlich – sie senkt aber die Hürde, mit der Angreifer komplexere Aufgaben automatisieren können.
KI kann beispielsweise dabei helfen, Code zu analysieren, Schwachstellen schneller zu erkennen, Angriffsmuster zu entwickeln oder große Mengen potenzieller Ziele effizienter zu bearbeiten.
Auch der klassische menschliche Aufwand für Angreifer sinkt dadurch.
Das ist eine Entwicklung, die nicht nur WordPress betrifft. Die zunehmende Nutzung von KI verändert die gesamte IT-Sicherheitslandschaft. Unternehmen gehen deshalb davon aus, dass KI-gestützte Angriffe weiter zunehmen werden.
Für Betreiber von Webseiten bedeutet das vor allem eines:
Sicherheit darf nicht erst dann ein Thema werden, wenn die Webseite bereits gehackt wurde.
Eine der wichtigsten Maßnahmen gegen Angriffe sind regelmäßige Updates.
Das gilt für WordPress selbst, aber genauso für Plugins, Themes, PHP und weitere Bestandteile der technischen Umgebung.
Sicherheitslücken werden regelmäßig entdeckt und behoben. Die entsprechenden Informationen sind anschließend öffentlich verfügbar. Für Angreifer bedeutet das: Ist eine Webseite nicht aktualisiert, kann eine bekannte Schwachstelle gezielt ausgenutzt werden.
Deshalb ist ein veraltetes CMS ein unnötiges Risiko.
Doch genau hier liegt bei WordPress häufig die Herausforderung.
Je mehr Plugins und individuelle Erweiterungen eingesetzt werden, desto komplexer wird die Update-Situation. Ein Update kann Auswirkungen auf andere Komponenten haben oder im schlimmsten Fall dazu führen, dass Funktionen der Webseite nicht mehr korrekt arbeiten.
Ein einfaches „Update klicken“ reicht daher bei professionellen Webseiten häufig nicht aus.
Für viele Unternehmen setzen wir deshalb auf TYPO3.
Auch TYPO3 ist selbstverständlich nicht frei von Sicherheitslücken. Auch bei TYPO3 werden Schwachstellen entdeckt und Sicherheitsupdates veröffentlicht. Entscheidend ist jedoch der professionelle Umgang mit diesem Thema.
TYPO3 verfügt über ein eigenes Security Team und einen klar geregelten Prozess für die Meldung, Bewertung und Behebung von Sicherheitslücken. Sicherheitsinformationen und Security Advisories werden zentral veröffentlicht.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die technische Struktur von TYPO3.
Während WordPress häufig durch zahlreiche Plugins erweitert wird, lässt sich TYPO3 sehr kontrolliert und individuell auf die Anforderungen eines Unternehmens aufbauen. Erweiterungen werden gezielt ausgewählt und können auf die tatsächlich benötigten Funktionen beschränkt werden.
Das reduziert nicht automatisch jede Sicherheitsgefahr – kann aber die Komplexität und damit auch die potenzielle Angriffsfläche einer professionell betreuten Installation reduzieren.
Auch bei TYPO3 gilt deshalb:
Ein sicheres CMS ist nur so sicher wie sein Betrieb.
Auch TYPO3 veröffentlicht regelmäßig Sicherheitsupdates. So wurden beispielsweise im Jahr 2026 mehrere Sicherheitslücken im TYPO3 Core veröffentlicht, unter anderem mit Bezug auf Zugriffsrechte und die Dateiverwaltung. Für betroffene Versionen wurden entsprechende Updates bereitgestellt.
Der Unterschied liegt deshalb nicht darin, dass TYPO3 „keine Sicherheitslücken“ hätte.
Der Unterschied liegt vielmehr in der professionellen Wartbarkeit und Kontrolle der eingesetzten Komponenten.
Eine TYPO3-Webseite kann sehr individuell aufgebaut und auf die Anforderungen eines Unternehmens zugeschnitten werden. Gleichzeitig gibt es langfristig unterstützte Versionen und einen definierten Security-Prozess.
Für eine kleine private Webseite kann WordPress aufgrund seiner einfachen Bedienung und der großen Auswahl an Erweiterungen eine sehr gute Lösung sein.
Bei einer Unternehmenswebseite sollte man dagegen andere Fragen stellen:
Je wichtiger eine Webseite für das Unternehmen ist, desto wichtiger wird eine professionelle und dauerhaft geplante Wartung.
Die Zeiten, in denen eine Webseite einfach einmal erstellt und anschließend jahrelang unverändert betrieben wurde, sind vorbei.
Angriffe werden automatisierter, Sicherheitslücken werden schneller öffentlich bekannt und durch KI können bestimmte Prozesse auf Seiten der Angreifer weiter beschleunigt werden.
Deshalb sollte die Entscheidung für ein CMS nicht ausschließlich nach dem Kriterium getroffen werden, welches System am schnellsten installiert oder am günstigsten umgesetzt werden kann.
Sicherheit, Wartbarkeit und langfristige Betreuung sollten genauso Teil der Entscheidung sein.
Unsere Empfehlung für professionelle Unternehmenswebseiten lautet deshalb häufig: TYPO3 statt WordPress.
Nicht weil TYPO3 unangreifbar wäre, sondern weil wir damit eine kontrollierte, langfristig wartbare und professionell betreibbare Plattform für Unternehmenswebseiten schaffen können.
Und natürlich gilt auch bei TYPO3: Regelmäßige Updates und eine professionelle Wartung sind unverzichtbar.
Wir unterstützen Unternehmen bei der Auswahl, dem Betrieb und der regelmäßigen Aktualisierung ihrer TYPO3-Webseiten und sorgen dafür, dass Sicherheitsupdates nicht erst dann durchgeführt werden, wenn bereits ein Problem entstanden ist.